Weihnachten im CVJM 2025
Weihnachten ist im CVJM Elberfeld jedes Jahr mehr als ein Termin im Kalender. Es ist eine Zeit, in der Gemeinschaft spürbar wird, in der wir einander bewusst wahrnehmen und in der aus vielen einzelnen Menschen ein großes „Wir“ entsteht. Gerade in einer Welt, die oft von Tempo, Leistung und Distanz geprägt ist, setzt die Weihnachtszeit ein leises, aber kraftvolles Gegenzeichen: Nähe, Dankbarkeit und Hoffnung.
Auch 2025 haben wir diese besondere Zeit genutzt, um genau das sichtbar und erlebbar zu machen – für unsere Mitarbeitenden und für Menschen, die Weihnachten sonst vielleicht allein verbringen würden.
Mitarbeitendenweihnachtsfeier
Die Mitarbeitendenweihnachtsfeier 2025 war ein Abend voller Dankbarkeit, Erinnerungen und leiser Tiefe. Inmitten von Rückblick und Besinnung wurde deutlich, wie sehr dieses Jahr von Gegensätzen geprägt war: von schönen und bewegenden Momenten, aber auch von Abschied, Trauer und Herausforderungen. Gerade deshalb stand der Dank im Mittelpunkt – nicht als formelle Geste, sondern als ehrliche Anerkennung dessen, was jede und jeder Einzelne in den CVJM eingebracht hat. In persönlichen Worten wurde sichtbar, wie viele Menschen durch das Engagement der Mitarbeitenden berührt wurden: Kinder und Jugendliche, Familien, queere Personen, Gäste bei Freizeiten, Ferienspielen, Highland Games und vielen weiteren Angeboten. Die Geschichten von gemeinsamen Erlebnissen, von Erinnerungen an Holger und Peter und vom Mut zum Neuanfang machten den Abend still und zugleich hoffnungsvoll.
Aus dieser Atmosphäre wuchs ein starkes Gefühl von Zusammenhalt und Zuversicht. Die Jahreslosung „Prüft alles und behaltet das Gute“ wurde nicht nur zitiert, sondern gelebt: als Einladung, das Vergangene dankbar anzunehmen und zugleich mit Mut nach vorn zu schauen. Kleine Geschenke – als Zeichen von Wertschätzung, Erinnerung und Verheißung – begleiteten die Mitarbeitenden in das kommende Jahr, das mit der neuen Jahreslosung 2026 „Siehe, ich mache alles neu“ bereits seinen eigenen Horizont öffnet. Der Abend endete mit einem gemeinsamen Segen, der wie ein stiller Zuspruch über dem Team lag: getragen, gesehen und gestärkt in dem Wissen, dass dieser CVJM von Menschen lebt, die miteinander glauben, hoffen und gestalten.
Die Freude und Verbundenheit, die wir bei unserer Mitarbeitendenweihnachtsfeier erleben durften, erinnert uns daran, warum Gemeinschaft so kostbar ist. Sie ist kein Selbstzweck, sondern ein Geschenk – eines, das wir weitergeben möchten.
Weihnachtsfeier für Einsame und Alleinstehende Menschen
Und genau dieser Gedanke führte uns wenige Tage später zu einem zweiten, ebenso wichtigen Höhepunkt der Weihnachtszeit: der Weihnachtsfeier für alleinstehende und einsame Menschen. Denn was wir im eigenen Kreis erfahren, gewinnt an Tiefe, wenn wir es mit anderen teilen.
„Alle Jahre wieder“ laden CVJM Elberfeld, Caritas Wuppertal-Solingen und die Diakonie Wuppertal zur „Einsamen- und Alleinstehenden-Weihnachtsfeier“ am 24. Dezember in den Großen Saal der Stadthalle ein. Und „alle Jahre wieder“ geschieht dabei das „Wunder von Wuppertal“ – beginnend am Morgen mit den Arbeiten in der „guten Stube“ und endend um 23 Uhr mit dem Nachhause-Bring-Service.
Doch von vorn: Um 9:00 Uhr versammelten sich 60 hochmotivierte Ehrenamtliche im Großen Saal, wurden vom Orga-Team herzlich begrüßt, erhielten ihre Aufgaben und legten mit viel Engagement und Herzblut los. 650 Weihnachtsteller wurden mit Süßigkeiten gefüllt, 650 Geschenktüten gepackt, 650 Portionen Kartoffelsalat mit Frikadelle in Einwegboxen portioniert, Tische eingedeckt und festlich mit Kerzen und Tannengrün geschmückt. Weihnachtsbaum und Krippe wurden aufgestellt, Lieder- und Programmzettel verteilt. Um 11:00 Uhr war der erste Teil des Wunders vollbracht: Aus einem Raum mit leeren Tischen war ein festlich geschmückter Saal geworden. Staunend und voller Freude betrachteten die Helfenden die schnelle und wunderschöne Verwandlung. Mit einem herzlichen Dankeschön und guten Wünschen für ein gesegnetes Weihnachtsfest wurden die ersten „Wundertäter“ verabschiedet.
Teil II
Um 16:30 Uhr trafen 120 Ehrenamtliche in der Stadthalle ein, erhielten die letzten wichtigen Informationen, erledigten die finalen Aufgaben und nahmen ihre Plätze an den Tischen ein. 90 von ihnen betreuten die 550 Gäste an 30 Tischen, bewirteten sie, schenkten ihnen ein offenes Ohr, führten Gespräche und waren als wertschätzende und liebevolle Gastgeber für sie da. Ein Wunder, dass so unterschiedliche Menschen – vom Professor über Politiker bis hin zu Ehepaaren oder älteren Damen und Herren, die an diesem Abend einfach Zeit und Herz schenken wollten – so gut zusammenwirkten, dass sich alle Gäste wohl und willkommen fühlten. Menschlichkeit und Wärme wurden weitergegeben, ganz im Sinne der Weihnachtsbotschaft. Die Weihnachtsgeschichte, gemeinsame Lieder, Grußworte und ein buntes Programm mit Musik und Darbietungen sowie das gemeinsame Essen machten diesen Heiligen Abend für alle Anwesenden besonders. Die weiteren 30 Ehrenamtlichen in Küche, Garderoben- und Türdienst trugen ebenso zum Wunder von Wuppertal bei.
Teil III
Um 23:00 Uhr endete die Feier mit der Übergabe der Geschenktüten. Als die Gäste dankbar und erfüllt die Stadthalle verließen, warteten vor der Halle unzählige erleuchtete Autos, deren Fahrerinnen und Fahrer die Gäste in alle Himmelsrichtungen nach Hause brachten. Welch ein Wunder – und das geschieht „alle Jahre wieder“.
Danke an alle „Wundertäter“ und danke für das Wunder von Weihnachten: „Gott wurde Mensch!“
Beide Feiern – so unterschiedlich sie in ihrer Form waren – verband eine gemeinsame Botschaft: Niemand soll in dieser Zeit vergessen oder übersehen werden. Ob im Kreis unserer Mitarbeitenden oder im offenen Raum für Menschen, die sonst wenig Gemeinschaft erfahren – überall wurde spürbar, was Weihnachten im Kern bedeutet: gesehen werden, dazugehören, Hoffnung teilen.
So gehen wir aus dieser Weihnachtszeit nicht nur mit schönen Erinnerungen, sondern mit neuem Mut und Dankbarkeit in das kommende Jahr. Dankbar für jede Begegnung, jedes Lächeln und jedes Zeichen von Vertrauen. Und mit der Zuversicht, dass das, was wir im Kleinen leben, im Großen weiterwirkt.